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Millionenschwere Investitionen in Tirols Krankenhäuser
 
tirolerlandesregierung_erstesitzung_www (c) Land Tirol/Robert Parigger
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Allein im Jahr 2009 wurden 75 Millionen Euro in die Tiroler Krankenhäuser investiert. Um den hohen Standard der medizinischen Versorgung zu halten und weiter zu verbessern, nimmt das Land Tirol auch in Zukunft viel Geld in die Hand.


„Die Gesundheitsversorgung in Tirol wird in den nächsten Jahren massiv ausgebaut. Mir ist es ein großes politisches Anliegen, dass bei der Gesundheit nicht gespart wird. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir in das Gesundheitswesen investieren“, kündigt LH Günther Platter Steigerungen im Landeshaushalt 2010 an. Für das heurige Jahr zieht Platter eine Investitionsbilanz von 75 Millionen Euro. „Damit haben wir nicht nur einen Beitrag zur Gesundung der Tiroler Bevölkerung, sondern auch einen großen Beitrag zur Gesundung unserer Wirtschaft und zur Sicherung der Arbeitsplätze geleistet“, so der Landeshauptmann. 

Investitionspaket beschlossen
Die Tiroler Gesundheitsplattform hat gestern, Montag, unter dem Vorsitz von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg ein neues Investitionspaket beschlossen. In den kommenden Jahre fließen weitere 74 Millionen Euro in den Ausbau modernster medizinischer Versorgung in Tirols Krankenhäusern. „Das ist eine beträchtliche Summe, aber bestens investiertes Geld in ein Gesundheitssystem, um das uns auch in Zukunft viele andere Länder beneiden werden“, ist LH Platter überzeugt. Eckpfeiler des Investitionspaketes sind das Bezirkskrankenhaus St. Johann i. T., das Landeskrankenhaus und die Universitätskliniken in Innsbruck sowie das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams.
Im Bezirk Kitzbühel wird die öffentliche stationäre Versorgung auf das Bezirkskrankenhaus St. Johann konzentriert. Die Investitionen belaufen sich auf rund 38 Millionen Euro. „Nach Herausnahme des Krankenhauses Kitzbühel aus der öffentlichen Versorgung mit 31. Dezember 2009 bedarf es am Standort St. Johann eines Erweiterungsbaus im Ausmaß von 64 Betten. Im Investitionspaket enthalten ist unabhängig davon auch eine zeitgemäße Adaptierung der räumlichen und baulichen Struktur. In den wesentlichen medizinischen Fächern kann künftig eine fachspezifische Versorgung rund um die Uhr vorgehalten werden“, erläutert LR Bernhard Tilg.
Am Standort Innsbruck wird in die Stärkung der hochspezialisierten Medizin investiert. Die Innere Medizin Nord am Landeskrankenhaus wird um rund acht Millionen Euro einer Generalsanierung unterzogen. Diverse Bereiche der Universitätsklinik für Psychiatrie werden um 6,5 Millionen Euro umgebaut. Dort wird auch ein Labor für experimentelle Alzheimerforschung untergebracht. Am Landeskrankenhaus umgesetzt wird auch ein innovatives Energiekonzept. Die Kosten dafür belaufen sich auf über zwei Millionen Euro.
Aus Mitteln des Tiroler Gesundheitsfonds und der Gemeinden werden im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams die Krankenhaus-Informationssysteme auf den neuesten Stand gebracht. Weiters erfolgt die Einbindung in das Gesundheitsnetz Tirol. Für das Landeskrankenhaus Hochzirl wird ein 16-Zeilen-Computertomograph angeschafft. So werden laut LR Tilg belastende Transporte nach Innsbruck vermieden.
  
Regierungsvorlage zur Novellierung des Tiroler Jagdgesetzes
 
Das Tiroler Jagdgesetz wird novelliert. Die entsprechende Gesetzesvorlage hat die Tiroler Landesregierung heute, Dienstag, beschlossen. Eckpunkte der Novelle sind die Einführung eines elektronischen Jagdkatasters sowie die gesetzliche Verankerung des Hegemeisters als Hilfsorgan der Bezirksverwaltungsbehörde. „Der elektronische Jagdkataster bringt Transparenz sowie Arbeits- und Zeitersparnis für Behörde und JägerInnen. Außerdem haben wir künftig die Möglichkeit, den Jagdkataster mit anderen Datenbanken wie etwa jener aus dem Forstbereich zu verknüpfen. So können wir Aussagen etwa über den Zusammenhang von Wild und Wald treffen, Problemgebiete identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten“, erläutert LHStv Anton Steixner die Hintergründe für die Installierung des Jagdkatasters. 

Weniger Verwaltungsaufwand
Insgesamt bringt die Novelle des Tiroler Jagdgesetzes einen Modernisierungsschub. Jagdgastkarten können künftig elektronisch beantragt werden. Die Abschusspläne, Abschusslisten und Abschussmeldungen liegen ebenfalls elektronisch vor. Im Jagdkataster erfasst sind Daten zu den Jagdgebieten, den Wildarten oder den Grundeigentümern und Pächtern. Die Informationen werden nach Maßgabe des Datenschutzes auch öffentlich zugänglich sein. Mit dem Kataster soll sich der Verwaltungsaufwand an den Bezirkshauptmannschaften um jährlich 400 Personentage reduzieren.
 
Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung
 
Startschuss für bewegte Pause und gesunde Jause: Mit der Genehmigung des Schulversuchs „Bewegte Schule – Gesunde Schule“ an 70 Tiroler Volksschulen gab die Landesregierung auf Antrag von LRin Beate Palfrader heute den Startschuss für mehr Bewegung und eine gesunde Jause in den Bildungseinrichtungen. „Wir wollen mit dem Projekt ‚Bewegte Pause – Gesunde Jause’ zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten in den Schulen schaffen und das Bewusstsein für richtige Ernährung wecken und stärken“, so die Bildungslandesrätin.
Indem die 3. und die 4. Schulstunde um fünf Minuten verkürzt werden, verlängert sich die große Pause auf eine halbe Stunde. Zehn Minuten werden für die gemeinsame gesunde Jause verwendet. 20 Minuten stehen für Bewegung zur Verfügung. Im Vordergrund steht die Gesundheit. Positiv auswirken soll sich das Projekt auf Konzentrationsfähigkeit, Lernerfolg und Sozialkompetenz. Außerdem sollen die Essgewohnheiten nachhaltig in Richtung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beeinflusst werden.
Wenn das Konzept aufgeht, wird das Projekt auch im kommenden Schuljahr weitergeführt. Von den derzeit 70 beteiligten Volksschulen befinden sich 16 in der Landeshauptstadt Innsbruck, 15 im Bezirk Imst, je neun in den Bezirken Landeck und Reutte, acht im Bezirk Innsbruck-Land, je vier in den Bezirken Kufstein, Lienz und Schwaz und eine im Bezirk Kitzbühel.
 
BH Michael Berger wechselt nach Kitzbühel: Mit 1. Feber wechselt der derzeitig Kufsteiner Bezirkshauptmann Michael Berger nach Kitzbühel. „Durch seine bisherige Erfahrung in der Behörde und insbesondere seine Tätigkeit als Bezirkshauptmann ist Berger geradezu prädestiniert für diese Funktion“, gratuliert LH Günther Platter. Die Nachfolge für die BH Kufstein wird mit heutigem Tage ausgeschrieben.
Der 45-jährige Jurist begann seine berufliche Laufbahn 1988 in der Finanzverwaltung. Seit 1992 steht Michael Berger im Landesdienst. Nach wenigen Monaten in der Finanzabteilung des Landes wechselte Berger in die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel, wo er zuerst als Verkehrsreferent und dann elf Jahre als Wasserrechtsreferent tätig war. Seit 1.1.2006 ist der in Fieberbrunn wohnhafte Berger Bezirkshauptmann von Kufstein.
 
Neuer Leiter des Verfassungsdienstes: Mit sofortiger Wirkung ist Christian Ranacher neuer Leiter des Verfassungsdienstes im Landhaus. Der promovierte Jurist ist seit 2002 im Amt der Tiroler Landesregierung beschäftigt, lehrte vorher am Institut für Öffentliches Recht an der Universität Innsbruck und war zuletzt im Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts. Ranacher folgt dem bisherigen Leiter des Verfassungsdienstes, Anton Gstöttner, nach, der mit Ende Oktober in den Ruhestand getreten ist.

Publiziert am: 17.11.2009 13:38

CRin Mag. Christa Entstrasser-Müller
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