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Geschätzte 35.000 TirolerInnen sind suchtkrank, davon 30.000 alkoholsüchtig, 2.000 medikamentenabhängig und 2.000 „drogensüchtig“. 146 Personen wurden in den Einrichtungen der Drogenhilfe stationär, 1,340 Personen ambulant betreut, 843 Menschen haben sich in Substitutionsbehandlung befunden: Diese Tiroler Statistik für das Jahr 2008 präsentierten die Landesräte Bernhard Tilg und Gerhard Reheis bei der Vorstellung einer „Umfeldanalyse zum Suchtverhalten“ des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen (ÖBIG) im Landhaus in Innsbruck. „Diese Studie dient der Weiterentwicklung des derzeitigen Konzeptes. Im Vergleich mit anderen Bundesländern ist die Zahl der Suchtkranken in Tirol moderat. Mein Dank gilt deshalb auch allen involvierten Institutionen für ihre gute Arbeit. Den erfolgreichen Tiroler Weg werden wir weiter gehen und die Betroffenen im Kampf gegen ihre Erkrankung unterstützen“, sagte Gesundheitslandesrat Tilg. „Hinschauen und helfen, aber nicht kriminalisieren ist angesagt, insbesondere unter Berücksichtigung neuer Konsummuster im Suchtbereich“, ergänzte Soziallandesrat Reheis. Das besondere Augenmerk der Landesregierung gilt der zukünftigen Präventionsarbeit, um es gar nicht zur Sucht kommen zu lassen. Dabei sind Kinder und Jugendliche eine wesentliche Zielgruppe, wo die Prävention bewusst breit angesetzt wird – als Gewaltprävention, als Suchtprävention, als Gesundheitsprävention. Zentrales Anliegen ist auch die weitere Sicherstellung der ambulanten und stationären Versorgung suchtkranker Menschen in Tirol, die in den letzten Jahren ohnehin ausgebaut wurde. „Unsere Ressorts Gesundheit und Soziales werden weiterhin eng zusammenarbeiten, um das neue Tiroler Suchtkonzept zu entwickeln“, sagten Tilg und Reheis. |